Das Szenario ist dreiteilig.
1. Von einer Versammlung verschwindet eine Person plötzlich, indem sie sich in Luft
auflöst. Gleichzeitig erscheint sie auf einer ähnlichen Versammlung in Australien,
das heißt: die erscheinende Person teilt mit der Verschwundenen alle nur denkbaren
Eigenschaften: Kontinuität des Gedächtnisses, komplette Gleichheit der körperlichen
und geistigen Eigenschaften und Verhaltensweisen: alles ist da, um die eine Person mit der
andern zu identifizieren, wenn man von der Kontinuität im Raum absieht. Vorstellbar?
2. Alles wie 1., nur dass es sich nicht um plötzliches Verschwinden, sondern um den Tod der Person handelt, die im Moment des Todes aber in Australien und mit Erinnerung bis zu ihrem Tod auftaucht.
3. Alles wie 2., nur dass die Person nicht in Australien, sondern in einer anderen Welt auftaucht, einer Welt der Auferstandenen, die auch von anderen Auferstandenen bewohnt wird. Vorstellbar?
Hick, John: Theology and verification. - In: Theology today 17 (1960) 1: 12-31, hier 22, 23.
online http://theologytoday.ptsem.edu/apr1960/v17-1-article2.htm (27.1.2007)
Ist die Existenz eines christlichen Gottes verifizierbar? Wenn die Auferstehung in der beschriebenen Weise stattfindet, dann würde sie dem Individuum eine Erfahrung ermöglichen, die als Verifikation zählen könnte, meint Hicks.
Zeitgenössisches Gedankenexperiment
Ontologie und Metaphysik
Hick, John H. (1922- )
Geändert am:
10. Februar 2007