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gedankenexperimente:denkmuehle

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Denkmühle

1. Quelltext

Gottfried Wilhelm Leibniz, Monadologie, § 17; EA frz. 1714. Deutsch: übersetzt von Robert Zimmermann, Wien: Braumüller und Seidel 1847. http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10046317-7

»Man stelle sich eine Maschine vor, deren Strucur so eingerichtet sei, daß sie zu denken, zu fühlen und überhaupt vorzustellen vermöge und lasse sie unter Beibehaltung derselben Verhältnisse so anwachsen, daß man hinein, wie in das Gebäude einer Mühle eintreten kann. Dies vorausgesetzt, wird man bei Besichtigung des Innern nichts Anderes finden, als etliche Triebwerke, deren eins das andere bewegt, aber gar nichts, was hinreichen würde, den Grund irgend einer Vorstellung abzugeben. Die letztere gehört ausschließlich der einfachen Substanz an, nicht der zusammengesetzten, und dort, nicht hier, muß man sie suchen.«

2. Szenario

Man stelle sich eine Maschine vor, deren Struktur Denken, Fühlen, Wahrnehmen möglich machte. Wenn man nun diese Maschine vergrößerte und hineinginge, was sähe man? Nur Teile, die sich und andere Teile bewegten.

3. Argumentative Funktion

4. Kommentar

Denken, Fühlen und Wahrnehmen können also nicht mechanistisch erklärt werden, meint Leibniz. Eine Frage ist, ob eine solche Maschine überhaupt möglich wäre.

5. Literatur

Enthalten in: Tittle 2005, 48-49.

6. Schlagworte

  • Leibniz, Gottfried Wilhelm (1646-1716)
  • Philosophie des Geistes
  • Klassisches Gedankenexperiment
gedankenexperimente/denkmuehle.1545921521.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/12/27 15:38 von jge