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gedankenexperimente:indischer_schnee

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gedankenexperimente:indischer_schnee [2019/01/06 17:33]
jge [1. Quelltext]
gedankenexperimente:indischer_schnee [2019/01/06 17:42]
jge [3. Argumentativer Zusammenhang]
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 ===== 3. Argumentativer Zusammenhang ===== ===== 3. Argumentativer Zusammenhang =====
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 +Hume schreibt in dem Abschnitt über Wunder über die Frage, welche Glaubwürdigkeit Wunderberichte (vor allem religiöse Wunder) verdienen. Dabei erhebt er die Forderung, dass Berichte über Ereignisse in der Welt in den Erfahrungsrahmen passen müssen. Berichte, die außerhalb unseres Erfahrungsrahmens liegen bekämen dann von vornherein eine geringere Glaubwürdigkeit zugeschrieben als solche, die innerhalb seiner liegen. Der Erfahrungsrahmen des Inders in dem Szenario enthält keinen Schnee und keine analoge Veränderung,​ daher ist er berechtigt, sagt Hume, an Berichten von Schnee zu zweifeln. »The Indian prince, who refused to believe the first relations concerning the effects of frost, reasoned justly«, schreibt Hume an der oben zitierten Stelle im Haupttext. Allerdings hebt Hume auch hervor, dass der Inder überhaupt keine Kälte-Erfahrung habe, dass also die Wirkung der Kälte auf Wasser nicht seiner Erfahrung direkt widerspricht,​ sondern schlicht außerhalb ihrer läge. Mit Wundern sei das noch anders: die widersprächen der Erfahrung direkt: »A miracle ie is a violation of the laws of nature: and as a firm and unalterable experience has established these laws, the proof against a miracle, from the very nature of the fact, is as entire as any argument from experience can possibly be imagined.«
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gedankenexperimente/indischer_schnee.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/06 17:42 von jge