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gedankenexperimente:koenigs_kuenstlertraum

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Des Königs Künstlertraum

1. Quelltext

Blaise Pascal: Gedanken. Mit Anmerkungen und Gedanken von I. F. K. Bremen: Cramer, 1777, Kap. 31. Abschnitt 18.

»Träumten wir alle Nächte einen Traum, so würden uns die Bilder desselben viel leicht afficiren, wie die Gegenſtände, die wir Tag vor Tag sehen. Und wüßte ein Künstler gewiß, daß er Nacht vor Nacht zwölf Stunden lang sich als König träumen würde, ich wette, — er wäre beinahe eben so glücklich, wie der König, der sich alle Nächte zwölf Stunden als Künstler träumte. Träumte uns alle Nächte, daß wir von Feinden verfolgt und durch diese furchtbaren Phantome hin- und hergejagt würden, und wir wären täglich auf mancherlei Art beschäftigt, wie wenn man eine Reise macht, so würde man beinahe so sehr leiden, als wenn das Phantom Wahrheit wäre, man würde den Schlaf fürchten, wie man das Wachen fürchtet, wenn man in dergleichen Unglücksfällen wirklich zu gerathen besorgt ist. Und diese geträumten Uebel würden beinahe dasselbe vermögen, als Wirklichkeit.«

2. Szenario

3. Argumentative Funktion

4. Kommentar

5. Literatur

6. Schlagworte

gedankenexperimente/koenigs_kuenstlertraum.1546534481.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/01/03 17:54 von jge