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gedankenexperimente:theorie

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Zur Theorie der Gedankenexperimente

Stand: 12/2018

Definition: Gedankenexperimente sind kontrafaktische Szenarien, die mit dem Ziel entworfen sind, in einem definierten argumentativen Zusammenhang klärend oder widerlegend zu wirken.

Die folgenden Unterseiten widmen sich

  • der Erläuterung der oben vorgetragenen Definition (1)
  • der Wortgeschichte des Ausdrucks »Gedankenexperiment« (2)
  • der Begriffsgeschichte der theoretischen Reflexion des »Gedankenexperiments« (3)
  • der Geschichte des Phänomens »Gedankenexperiment« (4)

1. Zur Definition des (philosophischen) Gedankenexperiments

(Philosophische) Gedankenexperimente im engeren Sinne (1) sind fiktive kontrafaktische Szenarien (2), die mit dem Ziel entworfen sind und präsentiert werden, in einem definierten argumentativen Zusammenhang (3) Begriffe oder Intuitionen zu klären oder (philosophische) Thesen zu widerlegen (4). Es folgen einige Bemerkungen zur Kritik an der Methode des Gedankenexperiments (5). Den einzelnen Aspekten gehe ich hier nach.

2. Wortgeschichte

Seit wann gibt es das Wort »Gedankenexperiment« oder seine anderssprachlichen Äquivalente? Wer hat ihn verwendet?

Das Wort »Gedankenexperiment« ist eigentümlich deutsch, wie ein jüngerer Aufsatztitel wie »The Gedankenexperiment method of ethics« (M. W. Jackson, 1992) zeigt. »Thought experiment« ist eine spätere Übersetzung. Gemeinhin gilt der Däne Hans Christian Ørsted als Erfinder des Wortes. Mehr zur Wortgeschichte hier.

gedankenexperimente/theorie.1545651511.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/12/24 12:38 von jge