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gedankenexperimente:unmoegliche_vorstellung

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Unmögliche Vorstellung des nicht Wahrgenommenen

1. Szenario

Es ist nichts leichter, als sich etwas vorzustellen, was nicht wahrgenommen wird? Zum Beispiel Bäume in einem Park, oder Bücher in einem Schrank, und niemand sieht sie. – Aber wenn du dir das vorstellst, nimmst du selbst sie dann nicht wahr? Und stellst du sie dir nicht dich selbst vor, wie du sie wahrnimmst?

2. Quelle

Berkeley, George: Of the principles of human knowledge 1710 ?was?

3. Anmerkung

Berkeley vertritt bekanntermaßen die These „esse est percipi“, Sein ist Wahrgenommenwerden. Die Existenz einer cartesischen Res extensa kann durch die Sinne nicht bewiesen werden, weil der menschliche Geist nie näher an die materiellen Objekte herankommt, als in seinen Sinnesempfindungen. Berkeley kam zu dem Schluss, dass es darum keine Objekte unabhängig von ihrer Wahrnehmung geben könne. Das Gedankenexperiment sucht zu zeigen, dass dies auch für die Vorstellung von Objekten gilt: Stelle ich mir Objekte vor, so stelle ich sie mir als wahrgenommene vor; es ist unmöglich, sie sich anders vorzustellen.

5. Schlagworte

  • Berkeley, George (1685-1753)
  • Erkenntnistheorie
  • Ontologie und Metaphysik
  • Klassisches Gedankenexperiment
gedankenexperimente/unmoegliche_vorstellung.1543662873.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/12/01 12:14 von jge